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Cannabis: Was sagen Wissenschaft und Gesetz? Was Sie wissen sollten

Cannabis: Was sagen Wissenschaft und Gesetz? Was Sie wissen sollten

Cannabis polarisiert seit Jahren. Es kursieren unzÀhlige Mythen, Halbwahrheiten und Vereinfachungen. Mal wird es als völlig harmlos dargestellt, mal als besonders gefÀhrliche Substanz. Was stimmt wirklich? Wir ordnen die grundlegenden Fakten: Was es ist, wie es wirkt und wie der aktuelle rechtliche Status aussieht.

Dieser Artikel hat einen informativen Charakter. Er ermutigt nicht zum Brechen von Gesetzen oder zum Konsum psychoaktiver Substanzen.

Zusammenfassung

  • Cannabis ist getrocknetes Pflanzenmaterial aus Hanf mit THC, einer psychoaktiven Substanz, die u.a. Stimmung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit beeinflusst. Nicht jedes Hanfprodukt hat eine berauschende Wirkung, daher ist es wichtig, Cannabis von Industriehanf und CBD-Produkten zu unterscheiden.
  • In Deutschland ist der Freizeitkonsum von Cannabis seit dem 1. April 2024 durch das KCanG teilweise legalisiert. Besitz von bis zu 25 g in der Öffentlichkeit und 50 g zu Hause sowie der Anbau von bis zu 3 Pflanzen pro Person sind erlaubt. Medizinisches Cannabis ist seit Jahren legal auf Rezept erhĂ€ltlich.
  • Die kurzfristigen Wirkungen von Cannabis können Entspannung, Euphorie und gesteigerter Appetit sein, aber auch Angst, verminderte Konzentration, GedĂ€chtnis- und Koordinationsprobleme. Aus diesem Grund sollte man nach dem Konsum keine Fahrzeuge fĂŒhren oder Maschinen bedienen.
  • Cannabis kann abhĂ€ngig machen, und hĂ€ufiger Konsum ist mit einem erhöhten Risiko fĂŒr GedĂ€chtnis-, Motivations-, Stimmungs- und psychische Gesundheitsprobleme verbunden. Besonders gefĂ€hrlich kann es fĂŒr Jugendliche und Personen sein, die zu Psychosen neigen.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Cannabis?

Cannabis (umgangssprachlich: „Gras“, „Weed“, „Ganja“, „Hanf“, „Kraut“ usw.) ist ein natĂŒrliches Pflanzenmaterial, das hauptsĂ€chlich aus den BlĂŒtenstĂ€nden und anderen Teilen von Pflanzen der Gattung Cannabis gewonnen wird. Es enthĂ€lt Wirkstoffe, allen voran THC – eine psychoaktive Substanz, die fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil der charakteristischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich ist.

In der Praxis wird das Wort Cannabis weiter gefasst als im botanischen und rechtlichen Sinne. Meistens bezeichnet es einfach Hanfprodukte, die zu Freizeit- oder medizinischen Zwecken verwendet werden.

Es ist wichtig, folgende Begriffe zu unterscheiden:

  • Hanf ist der Name der Pflanze,
  • Cannabis ist ein weiterer Begriff, der in der Wissenschaft und im internationalen Umfeld verwendet wird,
  • Cannabis bezieht sich im umgangssprachlichen Konsum-Kontext meist auf THC-haltiges getrocknetes Cannabis.

Das ist wichtig, weil nicht jedes Hanfprodukt psychoaktiv wirkt und nicht jedes den gleichen rechtlichen EinschrÀnkungen unterliegt.

Woher kommt Cannabis?

Cannabis ist ein natĂŒrlich von der Hanfpflanze stammendes Produkt. Es entsteht meist durch das Trocknen von BlĂŒtenstĂ€nden und anderen Pflanzenteilen mit hoher Konzentration an Cannabinoiden – insbesondere THC.

Allerdings ist nicht jede Hanfpflanze Cannabis im umgangssprachlichen Sinne. Industriehanf sind Sorten mit sehr niedrigem THC-Gehalt, die u.a. in der Industrie verwendet werden, wÀhrend Cannabis umgangssprachlich das getrocknete Material aus Hanfsorten mit hohem Gehalt an Wirkstoffen bezeichnet.

Ist Cannabis eine Droge?

Cannabis ist im umgangssprachlichen Sinne eine Droge, genauer gesagt: eine psychoaktive Substanz, da es psychische Prozesse wie Wahrnehmung, Stimmung, Aufmerksamkeit und GedĂ€chtnis beeinflusst. Die Hauptverbindung, die fĂŒr diese Wirkung verantwortlich ist, ist THC. Produkte, die es enthalten, können die Denkweise, das Empfinden und die Wahrnehmung verĂ€ndern.

In Deutschland wird Cannabis seit der Teillegalisierung vom 1. April 2024 (KCanG) nicht mehr grundsĂ€tzlich als illegales BetĂ€ubungsmittel fĂŒr Erwachsene behandelt, wenn die gesetzlichen Mengengrenzen eingehalten werden. Gleichzeitig wird es oft als „weiche Droge“ bezeichnet, da sein Risikoprofil in der Regel als geringer eingestuft wird als bei vielen anderen Substanzen, insbesondere Alkohol, Opioiden oder Stimulanzien.

Cannabis gilt im Vergleich zu anderen psychoaktiven Substanzen als weniger schĂ€dlich, aber das bedeutet nicht, dass es fĂŒr die Gesundheit unbedenklich ist und kein Suchtpotenzial hat!

Wie sieht Cannabis aus? Wie erkennt man Cannabis?

Cannabis sieht meistens einfach wie getrocknetes Pflanzenmaterial in grĂŒner, grĂŒn-brauner, grĂŒn-gelber oder grĂŒn-grauer Farbe aus. Es hat meist die Form kleiner, klebriger Pflanzenfragmente, in denen vor allem BlĂŒtenstĂ€nde, manchmal auch kleine BlĂ€tter, StĂ€ngel oder andere Pflanzenfasern zu sehen sind. Das Aussehen von Cannabis kann jedoch sehr unterschiedlich sein: Das getrocknete Material kann heller oder dunkler, fluffiger oder kompakter sein, mit mehr oder weniger sichtbaren Pflanzenelementen.

Wie sieht Cannabis aus

Die Erkennung von Cannabis anhand des Aussehens gibt keine Gewissheit ĂŒber seine Zusammensetzung, den THC- oder CBD-Gehalt oder die LegalitĂ€t des Produkts! Verschiedene Arten von Hanfprodukten (einschließlich legaler Produkte mit niedrigem THC-Gehalt) können sehr Ă€hnlich aussehen. Daher reicht das Aussehen allein nie aus, um zuverlĂ€ssig zu beurteilen, womit man es genau zu tun hat.

Wie riecht Cannabis?

Der Geruch von Cannabis in Form von getrockneten BlĂŒten ist in der Regel intensiv, „schwer“, deutlich pflanzlich und recht charakteristisch. Er wird hĂ€ufig mit einer Mischung aus frisch geriebenem KrĂ€utern, Harz, Erde, Humus, Kiefernnadeln oder Zitrusschalen assoziiert. Hauptverantwortlich sind die Terpene, natĂŒrliche Duftstoffe, die in Hanf vorkommen. FĂŒr manche ist der Geruch von Cannabis angenehm, fĂŒr andere kann er reizend, stickig und unangenehm sein.

Nach dem Verbrennen wird der Geruch noch stĂ€rker, beißender und hĂ€lt sich lange in der Luft, auf Kleidung und in InnenrĂ€umen.

Ist Haschisch Cannabis?

Nein, Haschisch und Cannabis sind nicht dasselbe, obwohl beides aus Hanf stammt und psychoaktiv wirkt.

Der Unterschied liegt in der Form des Rohstoffs: Cannabis ist getrocknetes Pflanzenmaterial, wÀhrend Haschisch gepresstes oder verarbeitetes Hanzharz ist. Beide Formen unterliegen den gleichen gesetzlichen Regelungen nach dem KCanG in Deutschland.

Medizinisches Cannabis

Der Begriff „medizinisches Cannabis“ bezieht sich auf die Verwendung von Cannabis oder Cannabinoiden in streng medizinischem Rahmen: nach Ă€rztlicher Beurteilung, bei einer bestimmten Indikation, Dosierung und unter therapeutischer Kontrolle. Medizinisches Cannabis unterscheidet sich von Natur aus nicht von Freizeit-Cannabis, hat aber einen anderen rechtlichen Status. Im therapeutischen Kontext sind die standardisierte chemische Zusammensetzung, die hohe QualitĂ€t des Rohstoffs und die Vorhersehbarkeit seiner Wirkung entscheidend.

Medizinisches Cannabis kann u.a. bei Schmerzen, Muskelverspannungen, Übelkeit und bestimmten neurologischen Symptomen helfen. Die stĂ€rksten und am besten dokumentierten Anwendungen betreffen heute vor allem bestimmte Formen therapieresistenter Epilepsie, SpastizitĂ€t bei Multipler Sklerose sowie Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Chemotherapie. Bei chronischen Schmerzen ist die Situation komplexer: Ein Teil der Patienten berichtet von Verbesserungen, aber die QualitĂ€t der Belege ist nicht eindeutig.

Die medizinische Anwendung unterscheidet sich deutlich von der Freizeitnutzung durch die empfohlene Verabreichungsform (empfohlen werden Methoden zur genauen Dosierungskontrolle, wie orale PrÀparate, Extrakte oder Vaporisierung).

In Deutschland ist medizinisches Cannabis seit 2017 auf Rezept erhĂ€ltlich. Seit der Legalisierung im April 2024 ist der Zugang erheblich vereinfacht worden: Ärzte aller Fachrichtungen können es verschreiben, alle Apotheken sind verpflichtet, es anzubieten, und die Krankenkassen ĂŒbernehmen die Kosten in vielen FĂ€llen. Der Preis betrĂ€gt ca. 4,52 €/g in Apotheken. SchĂ€tzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 1 Million Cannabispatienten.

Kurzfristige Wirkungen von Cannabis

AbhÀngig von der Dosis, dem THC-Gehalt, der Einnahmemethode und der individuellen Empfindlichkeit kann die Wirkung von Cannabis Folgendes umfassen:

  • WahrnehmungsverĂ€nderungen – GerĂ€usche, Farben, Reize und das ZeitgefĂŒhl können anders wahrgenommen werden als gewöhnlich. Einige Personen beschreiben auch intensivere SinneseindrĂŒcke oder ein GefĂŒhl verlangsamter Zeit;
  • StimmungsverĂ€nderungen – bei manchen Personen tritt Entspannung, Lockerheit, Stimmungsaufhellung oder Euphorie auf. Bei anderen können Anspannung, Unruhe, Angst, Dysphorie, Misstrauen und manchmal sogar Panik auftreten;
  • Verminderte Konzentration und geteilte Aufmerksamkeit – es fĂ€llt schwerer, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, mehrere Dinge gleichzeitig zu verfolgen und schnell auf verĂ€nderte Situationen zu reagieren;
  • EingeschrĂ€nktes KurzzeitgedĂ€chtnis – nach dem Konsum ist es schwieriger, neue Informationen zu behalten und sich an kurz zurĂŒckliegende Ereignisse zu erinnern;
  • Psychomotorische Verlangsamung und verlĂ€ngerte Reaktionszeit – der Körper reagiert langsamer auf Reize, und die SituationseinschĂ€tzung kann ungenauer sein;
  • Verschlechterte Bewegungskoordination – sowie Balance und PrĂ€zision bei der AusfĂŒhrung von Aufgaben;
  • VerĂ€nderungen im Denken und in der Situationsbeurteilung – es können Abgelenktheit, Entscheidungsschwierigkeiten, schlechteres Urteilsvermögen und vorĂŒbergehende VerĂ€nderungen im Vergleich zum normalen Denken auftreten;
  • SchlĂ€frigkeit und Beruhigung, oder im Gegenteil: Aufgewecktheit und mehr Geselligkeit – diese Reaktionen sind jedoch nicht konstant und können bei verschiedenen Personen unterschiedlich aussehen;
  • Gesteigerter Appetit;
  • Erhöhte Herzrate unmittelbar nach dem Konsum;
  • Mundtrockenheit, gerötete Augen und andere kurzfristige körperliche Symptome – deren IntensitĂ€t kann variieren;

In der Praxis sind die kurzfristigen Wirkungen des Cannabis-Konsums nicht ausschließlich „positiv“ oder „negativ“. Das gleiche Produkt kann fĂŒr eine Person Entspannung und Stimmungsaufhellung bedeuten und fĂŒr eine andere Anspannung, Angst oder deutliche Konzentrationsminderung.

Besonders wichtig sind Sicherheitsfragen. Cannabis kann die FahrtĂŒchtigkeit und die Bedienung von Maschinen beeintrĂ€chtigen, da es Reaktionszeit, Koordination, Aufmerksamkeit, EntfernungseinschĂ€tzung und Entscheidungsfindung beeinflusst.

Langzeitwirkungen von Cannabis und seine Auswirkungen auf die Gesundheit: Risiken und mögliche SchÀden

Die Langzeitwirkungen des Cannabis-Konsums sehen nicht bei allen gleich aus und hÀngen weitgehend von der HÀufigkeit und Dauer des Konsums, dem Einstiegsalter, der ProduktstÀrke und der individuellen AnfÀlligkeit ab.

Im funktionalen Bereich wird am hĂ€ufigsten ĂŒber den Zusammenhang zwischen hĂ€ufigem Cannabis-Konsum und einem erhöhten Risiko fĂŒr Probleme wie chronisch verringerte Motivation, verschlechterte Stimmung, Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und GedĂ€chtnisschwierigkeiten sowie schlechtere Leistungen in der Schule oder Arbeit gesprochen.

Auch das Thema psychische Gesundheit ist wichtig. Studien deuten darauf hin, dass hĂ€ufiger und langfristiger Konsum, insbesondere tĂ€glicher Konsum von Produkten mit hohem THC-Gehalt, mit einem erhöhten Risiko fĂŒr Psychosen und andere psychische Störungen verbunden ist. Das bedeutet natĂŒrlich nicht, dass jeder Nutzer diese entwickeln wird, aber die Daten zeigen eine signifikante Korrelation. Bei Erwachsenen, die selten konsumieren, können die Auswirkungen begrenzt oder kaum spĂŒrbar sein.

Kontraindikationen fĂŒr den Cannabis-Konsum

Zu den am hĂ€ufigsten genannten Kontraindikationen fĂŒr den Cannabis-Konsum gehören:

  • Schwangerschaft und Stillen – das ist eine der wichtigsten Kontraindikationen. Der Cannabis-Konsum in der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko bestimmter Komplikationen verbunden, insbesondere niedrigem Geburtsgewicht, FrĂŒhgeburt und Entwicklungsproblemen des Kindes. THC ĂŒberquert die Plazenta und geht in die Muttermilch ĂŒber, weshalb medizinische Organisationen empfehlen, Cannabis wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit zu vermeiden. Cannabis ist auch dann nicht empfohlen, wenn man versucht, schwanger zu werden;
  • Kinder und Jugendliche – in der Adoleszenz befindet sich das Gehirn noch in der Entwicklung, weshalb regelmĂ€ĂŸiger Cannabis-Konsum mit einem höheren Risiko negativer Auswirkungen auf Aufmerksamkeit, GedĂ€chtnis und Lernen verbunden ist;
  • Psychische Erkrankungen – besondere Vorsicht ist bei Personen mit Psychosen, Schizophrenie, bipolarer Störung, Depression, Angststörungen oder Stimmungsstörungen geboten, da Cannabis deren Symptome verschlimmern und RĂŒckfĂ€lle auslösen kann;
  • Herzerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Cannabis kann Herzfrequenz und das Herz-Kreislauf-System beeinflussen, weshalb bei bestehenden kardiologischen Problemen Vorsicht geboten ist;
  • Erkrankungen der Atemwege – bei inhalativen Formen, die z.B. die Lunge zusĂ€tzlich belasten können;
  • Einnahme bestimmter Medikamente – mögliche Wechselwirkungen mĂŒssen berĂŒcksichtigt werden. Sowohl THC als auch CBD können die Wirkung bestimmter PrĂ€parate beeinflussen. Am hĂ€ufigsten werden einige Gruppen genannt: Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer, bestimmte Antiepileptika, Medikamente mit hemmender Wirkung auf das zentrale Nervensystem, also z.B. Benzodiazepine, Schlafmittel, Opioide.

AbhÀngigkeit, CUD und Entzugssymptome

Cannabis-AbhĂ€ngigkeit ist ein reales PhĂ€nomen und wird in der Medizin als CUD (Cannabis Use Disorder) beschrieben. Es geht nicht nur darum, hĂ€ufig Cannabis und THC-haltige Produkte zu konsumieren, sondern um eine Situation, in der der Konsum schwer zu kontrollieren wird, andere Lebensbereiche zu dominieren beginnt und trotz offensichtlicher SchĂ€den fortgesetzt wird. Das Risiko ist bei hĂ€ufigem Konsum, jungem Alter und Produkten mit hohem THC-Gehalt grĂ¶ĂŸer. Typische Symptome von CUD sind u.a. starkes Verlangen nach Konsum, Schwierigkeiten beim EinschrĂ€nken oder Aufhören, VernachlĂ€ssigung von Pflichten, weiterer Konsum trotz Problemen in Beziehungen, Schule oder Arbeit sowie Toleranzentwicklung.

Bei Unterbrechung des regelmĂ€ĂŸigen Cannabis-Konsums kann ein Entzugssyndrom auftreten. Die am hĂ€ufigsten beschriebenen Symptome sind:

  • KonzentrationsschwĂ€che, Reizbarkeit, Kopfschmerzen;
  • Schlafprobleme;
  • ÜbermĂ€ĂŸiges Schwitzen (insbesondere wĂ€hrend des Schlafs);
  • Unruhe, Anspannung;
  • GedrĂŒckte Stimmung oder Dysphorie;
  • Verminderter oder völlig fehlender Appetit;
  • Reizbarkeit und allgemeines Unwohlsein;
  • Magen-Darm-Beschwerden.

Es muss nicht bei jedem gleich aussehen, aber das Entzugssyndrom ist in der Literatur gut beschrieben und ist einer der GrĂŒnde, warum das Aufhören mit Cannabis schwierig sein kann.

CHS

CHS (Cannabinoid Hyperemesis Syndrome), das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom, ist eine Gruppe von Symptomen, die mit langfristigem, hĂ€ufigem Cannabis-Konsum verbunden sind. Am charakteristischsten sind wiederkehrende Episoden von starker Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, die zu Dehydrierung fĂŒhren und Ă€rztliche Hilfe erfordern können. CHS ist ein wichtiges, aber immer noch selten diskutiertes Thema – es wird oft mit anderen gastrologischen Problemen verwechselt, und die Diagnose kommt oft erst nach lĂ€ngerer Zeit.

Die einzige wirksame Methode gegen CHS ist derzeit das Aufhören mit Cannabis – andernfalls neigen die Symptome zu RĂŒckfĂ€llen. In der akuten Episode konzentriert sich die Behandlung auf Rehydrierung und Symptomkontrolle (wobei klassische Antiemetika nicht sehr wirksam sind). Capsaicin-Creme kann helfen, und einige Personen erfahren vorĂŒbergehende Erleichterung durch heiße BĂ€der.

Cannabis-Sorten

Am hĂ€ufigsten wird Cannabis in die Sorten Indica, Sativa und Hybriden eingeteilt. Dies ist jedoch eher eine vereinfachte Gebrauchseinteilung als eine prĂ€zise Klassifizierung – die Wirkung einer bestimmten Cannabis-Sorte ergibt sich nicht aus ihrem Namen, sondern aus der konkreten chemischen Zusammensetzung des Produkts, vor allem aus dem VerhĂ€ltnis von THC, CBD sowie der Anwesenheit anderer Cannabinoide und Terpene.

Indica

Der Name Indica leitet sich aus der alten botanischen Klassifikation von Hanf ab. Historisch bezog er sich auf Pflanzen, die als niedriger, kompakter, dichter verzweigt und mit breiteren BlÀttern als typische Sativa beschrieben wurden. In der Praxis wurden sie auch mit dem Anbau unter schwierigeren Bedingungen und einer höheren Harzproduktion assoziiert.

Mit der Zeit begann der Begriff Indica nicht nur als botanischer Term zu funktionieren, sondern auch als Kurzbeschreibung eines bestimmten Wirkungsprofils. Als Indica verkaufte Sorten werden in der Regel als stĂ€rker entspannend dargestellt. Sie werden hĂ€ufiger mit Muskelentspannung, einem GefĂŒhl der Körperschwere, Verlangsamung, gesteigertem Appetit und mehr SchlĂ€frigkeit als bei Sativa-Sorten in Verbindung gebracht. Daher spricht man umgangssprachlich von ihnen als „Abend-Sorten“.

Sativa

Aus botanischer Sicht bezieht sich Sativa auf Pflanzen, die als höher, schlanker, weniger kompakt und mit schmaleren BlĂ€ttern als Indica-Sorten beschrieben werden. In der Praxis begann der Begriff jedoch vor allem jene Sorten zu bezeichnen, denen ein eher „anregender“ oder „tagesaktiver“ Charakter zugeschrieben wird.

Sativa wird mit einem stĂ€rkeren EnergiegefĂŒhl, Leichtigkeit, gesteigerter psychischer AktivitĂ€t, GesprĂ€chigkeit, erhöhter KreativitĂ€t und weniger SchlĂ€frigkeit als bei Indica-Sorten assoziiert. Andererseits kann dieses Profil bei manchen Personen auch mit Anspannung, Reizbarkeit oder Gedankenrasen einhergehen – besonders bei hohem THC-Gehalt.

Hybriden

Die meisten modernen Cannabis-Sorten sind Hybriden, also Kreuzungen verschiedener Hanflinien, sowohl Sativa als auch Indica. Sie entstanden, um einen grĂ¶ĂŸeren Einfluss auf ausgewĂ€hlte Pflanzeneigenschaften zu haben: z.B. Wachstum, BlĂŒtezeit, Resistenz, Geruch, THC- und CBD-Gehalt oder ein bestimmtes Wirkungsprofil.

Eine Hybride kann stĂ€rker entspannend, anregend oder relativ ausgewogen sein – alles hĂ€ngt von der konkreten Sorte und ihrer chemischen Zusammensetzung ab.

Cannabinoide

Cannabinoide sind eine Gruppe natĂŒrlicher chemischer Verbindungen, die in Hanf vorkommen. Sie sind es, die weitgehend fĂŒr die biologische Wirkung verantwortlich sind, und ein Teil von ihnen auch fĂŒr die psychoaktiven Effekte.

Hanf enthĂ€lt ĂŒber 100 verschiedene Cannabinoide, und medizinische Quellen betonen, dass sie am stĂ€rksten die Wirkung von Cannabis auf den Körper prĂ€gen. Die bekanntesten sind THC, CBD und THCA:

THC

THC, also Tetrahydrocannabinol (genauer: Delta-9-THC), ist die Hauptverbindung, die fĂŒr die psychoaktive Wirkung von Cannabis verantwortlich ist. Er ist in erster Linie fĂŒr die typischen Wirkungen des Cannabis-Konsums verantwortlich: VerĂ€nderungen von Stimmung, Wahrnehmung, Konzentration und Zeitempfinden.

In der Praxis hĂ€ngt die Wirkung von THC nicht nur von der bloßen Anwesenheit der Verbindung ab, sondern auch von ihrer Konzentration, der Dosis, der Einnahmemethode und der individuellen Empfindlichkeit des Organismus. Je höher der THC-Gehalt im getrockneten Cannabis oder Extrakt, desto stĂ€rker und unvorhersehbarer ist in der Regel der Effekt auf den Körper.

CBD

CBD, also Cannabidiol, ist einer der Hauptcannabinoide in Hanf. Im Gegensatz zu THC ist es jedoch nicht klassisch berauschend. Es kann den Körper beeinflussen, aber seine Wirkungen sind anders. Einige Personen beschreiben sie als subtiler, ohne die fĂŒr Cannabis mit hohem THC-Gehalt typische BewusstseinsverĂ€nderung.

Die dokumentierten medizinischen Anwendungen von CBD sind recht begrenzt. Die stĂ€rksten Belege betreffen die Behandlung bestimmter seltener Epilepsieformen. CBD wird im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen, Angst, Schlaflosigkeit, EntzĂŒndungen oder neurologischen Symptomen diskutiert, aber fĂŒr die meisten dieser Anwendungen sind die Belege noch begrenzt. Einige Studien und Abhandlungen deuten darauf hin, dass CBD bei manchen Personen bestimmte unerwĂŒnschte Wirkungen von THC teilweise abschwĂ€chen kann, beispielsweise zu intensive Anspannung oder psychisches Unwohlsein.

CBD-Produkte sind in Deutschland legal, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen an den THC-Gehalt erfĂŒllen. Nach der Cannabisreform 2024 hat sich die Rechtslage fĂŒr CBD-BlĂŒten weiter entspannt.

THCA

THCA (auch: TetrahydrocannabinolsĂ€ure) ist ein VorlĂ€ufer von THC, also eine chemische Verbindung, die in frischem Hanf vorkommt und aus der – unter dem Einfluss von Zeit, Trocknung und Temperatur, im Prozess der Decarboxylierung – erst das eigentliche Delta-9-THC entsteht.

Weitere Cannabinoide

Es ist wichtig zu beachten, dass Cannabis nicht ein einzelnes MolekĂŒl ist, sondern eine Mischung vieler chemischer Verbindungen. In Hanf kommen auch in großen Mengen andere, weniger erforschte Cannabinoide vor, wie z.B. CBG, CBN und CBC. Sie sind (zusammen mit Terpenen) fĂŒr das endgĂŒltige Aussehen, den Geruch, das Profil und die Verwendung des Produkts verantwortlich, wurden jedoch weder so grĂŒndlich untersucht wie THC und CBD noch zeigen sie eine so starke Wirkung auf den Körper.

Terpene und das aromatische Profil von Cannabis

Terpene sind natĂŒrliche Duftstoffe, die in Hanf (und vielen anderen Pflanzen) vorkommen. Sie sind weitgehend fĂŒr den Geruch von Cannabis und das konkrete aromatische Profil einer bestimmten Sorte verantwortlich. Das können z.B. krĂ€uterige, zitrusartige, harzig, erdige, kiefernartige Noten und viele andere sein.

Terpene sind jedoch nicht ausschließlich fĂŒr den Geruch von Cannabis verantwortlich – Forschungen zu ihrer biologischen Rolle laufen noch!

Konsummethoden von Cannabis

Die Konsummethoden von Cannabis sind vielfĂ€ltig, aber am hĂ€ufigsten werden Rauchen, Vaporisierung und sogenannte „Edibles“, also THC-haltige Lebensmittelprodukte genannt. Sie unterscheiden sich in der Wirkungsgeschwindigkeit, der Wirkungsdauer und den Wirkungen selbst.

Vaporisierung

Vaporisierung ist eine der Verabreichungsmethoden fĂŒr THC, bei der getrocknetes Cannabis oder ein Extrakt in einem speziellen GerĂ€t – einem Vaporizer – erhitzt (und nicht verbrannt) wird. Dadurch inhaliert der Nutzer keinen Rauch, sondern ein Aerosol mit Wirkstoffen. Das Fehlen der Verbrennung kann den Kontakt mit einigen Verbrennungsprodukten im Rauch begrenzen, bedeutet aber nicht, dass Vaporisierung völlig unbedenklich fĂŒr die Gesundheit ist.

Wer einen Dry-Herb-Vaporizer sucht, findet in unserem Vaporizer-Shop eine große Auswahl an GerĂ€ten fĂŒr verschiedene Budgets und AnsprĂŒche.

Edibles

Bei der oralen Einnahme von THC (in Form von Lebensmittelprodukten, sog. „Edibles„) tritt die Wirkung spĂ€ter auf als bei der Inhalation, da die Wirkstoffe zunĂ€chst den Verdauungstrakt und den Leberstoffwechsel passieren mĂŒssen. Deshalb spricht man oft von einer verzögerten Wirkung, die zusĂ€tzlich lĂ€nger andauern kann als bei der Inhalation, und ihr Verlauf kann weniger vorhersehbar sein.

Wichtig ist auch, dass THC eine lipophile Verbindung ist, also sich gut in Fetten und schlecht in Wasser löst. Das bedeutet, dass der Verzehr von Cannabis ohne vorherige geeignete Zubereitung (Bindung an Fett) keine Wirkung haben wird.

Rauchen

Das Rauchen von Cannabis ist die klassische (und wahrscheinlich populĂ€rste) Einnahmemethode. Sie besteht im Verbrennen von getrocknetem Cannabis und der Inhalation des Rauchs. Es wirkt schnell, da die Wirkstoffe auf dem Inhalationsweg in den Körper gelangen, aber zusammen mit ihnen werden auch schĂ€dliche Verbrennungsprodukte eingeatmet. Aus gesundheitlicher Sicht ist der Rauch der wichtigste Unterschied zu anderen Einnahmeformen – gerauchtes Cannabis kann Lungengewebe und kleine BlutgefĂ€ĂŸe schĂ€digen sowie Atemwegsprobleme verursachen.


Im Vergleich zum klassischen Rauchen wird das Erhitzen von Extrakten oder Ölen (ohne Verbrennung) manchmal als etwas gĂŒnstigere Alternative angesehen, da es den Kontakt mit einigen im Rauch vorhandenen Verbindungen reduziert. Das bedeutet jedoch nicht, dass kein Risiko besteht.

Kurze Geschichte von Cannabis

Hanf war ĂŒber Jahrtausende eine wichtige Nutzpflanze: Er wurde zur Herstellung von Fasern, Seilen, Stoffen und Öl verwendet, aber auch in der Medizin und bei religiösen Ritualen. Er war bereits im alten China und Indien bekannt. In europĂ€ischen Regionen war er seit prĂ€historischer Zeit prĂ€sent und hatte große wirtschaftliche Bedeutung.

Lange Zeit funktionierte Hanf also einfach als eine von vielen angebauten Pflanzen. Die Wende kam erst im 20. Jahrhundert, als Cannabis zunehmend als eine zu kontrollierende Substanz behandelt wurde. Dabei spielten drei Dinge eine große Rolle: die Entwicklung der globalen Anti-Drogen-Politik, gesundheitliche Bedenken im Zusammenhang mit nicht-medizinischem Konsum und das Bestreben der Staaten, den Verkehr mit psychoaktiven Substanzen streng zu ĂŒberwachen. Der Wendepunkt war die Einzige Drogenkonvention von 1961, die Cannabis in das weltweite DrogenĂŒberwachungssystem einbezog. Von diesem Moment an war seine Geschichte ĂŒber Jahrzehnte vor allem eine Geschichte der Kriminalisierung.

Erst im Jahr 2020 entfernte die UN-Kommission fĂŒr BetĂ€ubungsmittel nach einer WHO-ÜberprĂŒfung Cannabis und Cannabisharz aus der restriktivsten Kategorie (Schedule IV), mit der Anerkennung, dass sie therapeutische Anwendungen haben. Gleichzeitig bleibt Cannabis weiterhin einer strengen internationalen Kontrolle unterworfen.

Heute bleibt Cannabis die am hĂ€ufigsten konsumierte illegale Substanz in Europa und weltweit – obwohl sich das mit den Liberalisierungsreformen zunehmend Ă€ndert. Auf der einen Seite halten viele LĂ€nder ein Verbot des Freizeitkonsums aufrecht oder schrĂ€nken ihn stark ein. Auf der anderen Seite wĂ€chst die Zahl der LĂ€nder, die medizinisches Cannabis zulassen, und Deutschland hat mit dem KCanG 2024 einen wichtigen Schritt in Richtung Entkriminalisierung des Freizeitkonsums fĂŒr Erwachsene gemacht.

Rechtslage von Cannabis in Deutschland

In Deutschland ist der Umgang mit Cannabis fĂŒr Erwachsene seit dem 1. April 2024 durch das Konsumcannabisgesetz (KCanG) teilweise legalisiert worden. Deutschland ist damit eines der ersten großen EU-LĂ€nder, das einen solchen Schritt unternommen hat.

Besitz und Konsum

VolljĂ€hrige Personen (18+) dĂŒrfen in Deutschland:

  • Bis zu 25 g Cannabis in der Öffentlichkeit besitzen;
  • Bis zu 50 g zu Hause aufbewahren;
  • Bis zu 3 Pflanzen pro Person fĂŒr den Eigenanbau kultivieren.

Der Konsum in der NĂ€he von Schulen, KindertagesstĂ€tten, SpielplĂ€tzen und Ă€hnlichen Einrichtungen ist in einem Umkreis von 100 Metern verboten. Auch in FußgĂ€ngerzonen von 7 bis 20 Uhr und in Gegenwart von MinderjĂ€hrigen gilt ein Konsumverbot.

Cannabis Social Clubs

Seit Juli 2024 sind in Deutschland sogenannte Cannabis Social Clubs zugelassen – gemeinnĂŒtzige Vereine, die Cannabis fĂŒr ihre Mitglieder anbauen und abgeben dĂŒrfen. Diese Clubs sind nicht-kommerziell organisiert und unterliegen strengen Auflagen bezĂŒglich Mitgliederzahl, Abgabemengen und Jugendschutz. Der kommerzielle Verkauf in LĂ€den ist nach aktuellem Stand (2024) noch nicht erlaubt; ein reguliertes Modell mit lizenzierten FachgeschĂ€ften befindet sich in der Pilotphase.

Cannabis im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr gilt seit 2024 ein neuer Grenzwert: 3,5 ng/ml THC im Blutserum fĂŒr FahrzeugfĂŒhrer. Bei FahranfĂ€ngern und Personen unter 21 Jahren gilt die Null-Toleranz-Regelung.

Industriehanf und CBD

Industriehanf ist Cannabis mit einem THC-Gehalt unter 0,3% in der Trockenmasse. CBD-Produkte (Öle, BlĂŒten) sind in Deutschland legal erhĂ€ltlich, sofern sie die gesetzlichen Vorgaben zum THC-Gehalt erfĂŒllen. Nach der Cannabisreform hat sich die Lage fĂŒr CBD-BlĂŒten weiter entspannt. CBD-Öle werden oft als „Aromaöl“ vermarktet. Essbare CBD-Produkte (Gummies) befinden sich hingegen in einer rechtlichen Grauzone.

Medizinisches Cannabis in Deutschland

Medizinisches Cannabis ist in Deutschland seit 2017 legal. Seit der Reform 2024 kann es von jedem Arzt verschrieben werden, alle Apotheken sind zur Ausgabe verpflichtet, und die Krankenkassen ĂŒbernehmen hĂ€ufig die Kosten. Deutschland hat rund 1 Million Cannabispatienten, und der Apothekenpreis liegt bei etwa 4,52 €/g. Das Land ist damit einer der grĂ¶ĂŸten und am schnellsten wachsenden MĂ€rkte fĂŒr medizinisches Cannabis in Europa.

Rechtslage von Cannabis in anderen LĂ€ndern

Außerhalb Deutschlands gibt es sehr unterschiedliche AnsĂ€tze zu Cannabis. Das liberalste Modell ist die vollstĂ€ndige oder teilweise Legalisierung. In Europa ist neben Deutschland auch die Niederlande ein bekanntes Beispiel – dort wird der Verkauf in Coffeeshops seit Jahren toleriert, obwohl Produktion und Großhandel weiterhin problematisch sind. Die Niederlande befinden sich in einer Art „gedoogbeleid“ (Duldungspolitik), die pragmatisch, aber rechtlich inkonsequent ist.

Tschechien gehört seit Jahren zu den liberaleren LĂ€ndern der Region und bewegt sich schrittweise in Richtung einer milderen Handhabung des Besitzes und des Eigenanbaus. Das Land ermöglicht den Besitz kleiner Mengen fĂŒr den persönlichen Gebrauch ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Am anderen Ende sind LĂ€nder, die eine strenge Kriminalisierung oder einen sehr eingeschrĂ€nkten Zugang ausschließlich fĂŒr medizinische Zwecke aufrechterhalten. Frankreich beispielsweise hat den Freizeitkonsum noch nicht legalisiert und entwickelt den medizinischen Zugang vorsichtig.

Quellen

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https://nida.nih.gov/research-topics/cannabis-marijuana

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https://www.who.int/publications/i/item/9789241510240

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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK423845

https://nap.nationalacademies.org/resource/24625/Cannabis_committee_conclusions.pdf

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https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2801827

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8223239

https://www.acog.org/womens-health/infographics/marijuana-and-pregnancy

https://www.cdc.gov/cannabis/risk-factors/cannabis-and-teens.html

https://publications.aap.org/pediatrics/article/135/3/e769/75418/The-Impact-of-Marijuana-Policies-on-Youth-Clinical

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4456813

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11103132

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6223748

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7347072

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https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1906409

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7055953

https://www.who.int/news/item/04-12-2020-un-commission-on-narcotic-drugs-reclassifies-cannabis-to-recognize-its-therapeutic-uses

https://www.gesetze-im-internet.de/kcanng/

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